"Dass das gastronomische Angebot des Restaurants Cevapcici für Vegetarier:innen und Veganer:innen wenig attraktiv ist, ist zu bedauern und bemängeln. Auch, wenn die kroatische Küche fleischlastig ist, gibt es dennoch eine Vielzahl an delikaten vegetarischen und veganen Optionen bzw. Möglichkeiten, Gerichte ohne großen Aufwand vegetarisch und/oder vegan zuzubereiten, wie Soparnik, Peka, Strukli usw. Ein ansprechendes Speisenangebot für Vegetarier:innen und Veganer:innen zu bieten ist mehr als lediglich einem Trend zu folgen. Es geht vielmehr um die Fähigkeit, Gästegruppen mit unterschiedlichen kulinarischen Vorlieben zu bedienen. Ein Mangel an Bemühungen in dieser Hinsicht kann dazu führen, dass Gäste verloren gehen, da diese für zukünftige Treffen gegen das Lokal entscheiden, wenn nicht alle zufriedengestellt werden können. Es ist also ein wirtschaftlicher Aspekt, der hier berücksichtigt werden sollte. Das offizielle vegetarische Angebot auf der Speisekarte beschränkt sich lediglich auf Salat vom Salat-Buffet, Tomatensuppe und panierten Hirtenkäse wahlweise als Vorspeise oder Hauptgericht sowie einen panierten Camembert ebenfalls als Hauptgericht. Auf der übersichtlich gestalteten Speisekarte sind Beilagen und Extras nicht separat aufgeführt. Als Vegetarier:in oder Veganer:in kann man jedoch die Beilagen der Fleischgerichte durchgehen und nach Djuvec-Reis, gebratenen gemischtem Gemüse, Pommes, hausgemachten Kartoffelecken, Möhrenpüree, Champignons in Rahm, Spinat, gedünsteten Zwiebeln, Steinofenbaguette und Kräuterbutter fragen. Leider konnten die Speisen weder handwerklich noch geschmacklich überzeugen. Der panierte Hirtenkäse als Vorspeise mit Steinofenbaguette, 3 eingelegten Oliven und 2 eingelegten Peperoni, sowie 3 kleine Tomätchen, einem Gurkenscheibchen, einem Stück Butter mit ein bisschen Kräutern besprenkelt und einer Möhrenrose umringt von einem Radieschenstreifen war geschmacksneutral. Der Panade hätten ein paar Gewürze gutgetan bzw, fehlte ohnehin zu der recht „trockenen Zusammenstellung“ ein gut gewürzter Dip wie Ajvar oder Ähnliches. Zumindest die Konsistenz des Hirtenkäses war gut. Das gemischte Gemüse bestehend aus Möhren, Paprika und Zucchini war verkocht. Dazu hatte ich nochmal extra Steinofenbaguette mit Ajvar, der ebenfalls fad war. Einzig die Pommes mit Ketchup haben gut geschmeckt, sowie das Sorbet als Dessert. Wenig kreativ war auch die Präsentation der Speisen sowie das Getränkesortiment für Gäste, die keinen Alkohol konsumieren. Wenig abwechslungsreich und daher nicht erwähnenswert. Die Fleischliebhaber und Alkoholkonsumenten in unserer Gruppe waren größtenteils zufrieden, bemängelten gleichermaßen eine allgemein fehlende Würze, verkochtes Gemüse sowie die Portionsgrößen. Der Service war zwar freundlich, konnte Fragen zu Allergenen und vegetarischen bzw. vegane Optionen nicht beantworten. Das Lokal selbst ist altmodisch, aber gepflegt. Diese Aspekte reichen jedoch nicht aus, um einen erneuten Besuch zu rechtfertigen. Es bleibt eine verpasste Gelegenheit."